radprax-Infocenter

Information zu den Untersuchungen

Informationen zur Prostata MRT

Das Prostatakarzinom hat eine wachsende medizinische Bedeutung, denn es stellt die häufigste Tumorerkrankung des Mannes dar. Die in den letzten Jahren erzielte deutliche Verbesserung der Behandlungserfolge hängt vor allem von operativen, medikamentösen und anderen Therapieverfahren ab.

Abbildung 7: Darstellung der Prostata mit einem Tumor

Zur Früherkennung und Diagnose des Prostatakarzinomes ist es erforderlich, die Vorsteherdrüse so genau wie möglich zu untersuchen. Hier sind die bildgebenden Verfahren anderen Untersuchungsmethoden weitaus überlegen: Nur mit Hilfe modernster Technologien lassen sich eindeutige Untersuchungsergebnisse gewinnen. So schlägt die Beurteilung des Stadiums, in dem sich ein Prostatakarzinom befindet, ohne die Zuhilfenahme bildgebender Verfahren in 30 bis 72 Prozent aller Fälle fehl. Aus diesem Grund setzen wir für die Sicherheit des Patienten die moderne und den Organismus wenig belastende Kombination von Magnetresonanztomographie (MRT) und Magnetresonanzspektroskopie (MRS) ein. Diese Verfahren arbeiten nicht mit Röntgenstrahlen, sondern mit Magnetfeldern. Durch MRT und MRS lassen sich krankhafte Veränderungen der Prostata wie z.B. Prostatakrebs sehr gut darstellen. Darüber hinaus erlaubt die Untersuchung auch eine Beurteilung des kleinen Beckens.

Ablauf der Untersuchung

Sie liegen auf einem beweglichen Untersuchungstisch, der langsam in den Gerätetunnel eingefahren wird. Entsprechend der zu untersuchenden Körperregion werden Sie mit dem Kopf oder den Füßen voran positioniert. Die Untersuchung dauert je nach zu untersuchender Region und Fragestellung zwanzig Minuten bis etwa eine Stunde. Während dieser Zeit sollten Sie möglichst ruhig und entspannt auf dem Rücken liegen.

Während der Untersuchung halten Sie eine Notfallklingel in der Hand, mit der Sie sich bei Bedarf bemerkbar machen können. Je nach Untersuchung wird Ihnen ein EKG auf der Brust angelegt, um die Aufnahmen an Ihren Herzschlag anzupassen. Zusätzlich wird Ihnen eine Oberflächenspule aufgelegt und mit Gurten locker befestigt. Da das MRT-Gerät laute Klopfgeräusche erzeugt, erhalten Sie Schallschutz-Kopfhörer, über die Sie auf Wunsch Musik hören können. Auch kann es bei Untersuchungen notwendig sein, Atemkommandos zu befolgen.

Einige Fragestellungen machen die Gabe von Kontrastmittel notwendig, welches zu einem festgelegten Zeitpunkt der Untersuchung über eine Armvene injiziert wird. Hierzu wird Ihnen vorab eine sogenannte Verweilkanüle gelegt und diese im Untersuchungsraum an die Kontrastmittelpumpe angeschlossen. Das im MRT eingesetzte Kontrastmittel enthält kein Jod, sondern Gadolinium und ist im Allgemeinen sehr gut verträglich. Sehr selten reagieren Patienten allergisch (z.B. mit Juckreiz, Hautausschlag, Übelkeit). Die Ausscheidung des Kontrastmittels erfolgt über die Nieren. Bitte teilen Sie uns mit, wenn Sie unter einer eingeschränkten Nierenfunktion leiden.

Beachten Sie bitte die absoluten Kontraindikationen für Patienten mit:

  • Herzschrittmachern,
  • implantierten Neurostimulatoren,
  • Cochleaimplantaten oder sonstigen elektronischen Implantaten.
Im Zweifelsfall bitten wir Sie, sich vor der Untersuchung mit uns in Verbindung zu setzen.