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Information zu den Untersuchungen

Information zur PET-CT

Die PET-CT-Untersuchung ist eine Kombination aus zwei unterschiedlichen bildgebenden Untersuchungsverfahren: der Positronen Emissions Tomographie (PET) und der Computertomographie (CT). Beide Geräte arbeiten sehr unterschiedlich und liefern dementsprechend auch völlig verschiedene Bilder und Informationen.

Als PET bezeichnet man ein nuklearmedizinisches Diagnoseverfahren, das bereits seit über fünfzehn Jahren erfolgreich eingesetzt wird, um Stoffwechselprozesse von Körperzellen sichtbar zu machen. Für eine PET-Untersuchung werden dem Patienten winzige Mengen radioaktiv markierter Stoffe, so genannte Tracer, verabreicht. Deren unterschiedliche Verteilung in den Körperzellen wird mit Hilfe der PET-Kamera sichtbar gemacht.

Die CT wird in der Röntgendiagnostik angewendet. Sie arbeitet mit Röntgenstrahlen, die von außen durch den Körper des Patienten geschickt werden. So entstehen Aufnahmen, die die verschiedenen Gewebestrukturen sichtbar machen und die inneren Körperstrukturen des Patienten wie Knochen, innere Organe oder Hohlräume in kontrastreichen Bildern mittels verschiedener Grautöne darstellen. Auch Dichteunterschiede in den Organen, welche wichtige Hinweise auf das Vorliegen möglicher bösartiger Veränderungen oder anderer Erkrankungen liefern, lassen sich dadurch gut erkennen.

Abbildung 12: Das obere Bild zeigt ein fusioniertes Bild aus dem PET-CT. Deutlich zu erkennen in der Mitte die „leuchtende“ Stelle: ein bösartiger Tumor.

Die untere Bildreihe zeigt noch mal den Tumor, diesmal im Querschnitt. Von links nach rechts:

  1. Aufnahme aus dem PET
  2. Aufnahme aus dem CT
  3. fusioniertes Bild

In den Bildern 1 und 3 ist wieder deutlich der „leuchtende“ Tumor zu erkennen.

Bei bestimmten Fragestellungen ergänzen sich daher die Informationen von PET und CT hervorragend, weshalb die PET zur kombinierten PET-CT weiterentwickelt wurde. Dadurch werden diese beiden ganz unterschiedlichen Funktionsweisen optimal miteinander verknüpft. Denn erst die komplexe Technik des PET-CTs ermöglicht es, beide Untersuchungen zeitgleich durchzuführen, wodurch dem Patienten eine zeitaufwendige Doppeluntersuchung erspart bleibt. Ein weiterer Vorteil dieser Kombination ist, dass für beide Aufnahmen identische Voraussetzungen vorliegen, z. B. Körperlage oder Tagesform des Patienten, was für die Beurteilung der Bilder letztlich sehr wichtig ist. Als Ergebnis liefert die PET-CT ein Fusionsbild, in dem die Informationen beider Verfahren (PET und CT) zusammengeführt werden. Die PET-CT ist in der Medizin zurzeit die modernste zur Verfügung stehende bildgebende Untersuchung, die es ermöglicht selbst kleinste Läsionen (Schädigungen) in einem frühestmöglichen Stadium zu entdecken. Neben der frühzeitigen und zuverlässigen Erkennung selbst kleinster Krebsherde kann mit dem Verfahren gleichzeitig die exakte Ausdehnung von Tumorherden ermittelt werden. Auch ein mögliches Wiederauftreten einer Krebserkrankung lässt sich früher erkennen. Besonders geeignet ist ein PET/CT-Scan auch, um vor einer Tumoroperation oder Gewebeentnahme das entsprechende Gewebeareal exakt zu lokalisieren. Das Fusionsbild des PET-CTs stellt sozusagen eine dreidimensionale „innere Landkarte“ dar.

Der entscheidende Vorteil des PET-CTs gegenüber den anderen bildgebenden Methoden wie z.B. MRT und CT liegt vor allem darin, dass Krankheiten in einem noch früheren Stadium erkannt und effizient abgeklärt werden können. Therapien können dadurch wesentlich gezielter begonnen werden und die Heilungschancen sowie die daraus resultierende Lebensqualität verbessern sich enorm.